Wohnen
March 26, 2026

44.382 Studierende an der RWTH Aachen: Was die neuen Zahlen für die Wohnungssuche bedeuten

Zahlen lügen nicht, aber sie erklären sich auch nicht von selbst. Als die RWTH Aachen Anfang Dezember 2025 die offiziellen Einschreibezahlen für das Wintersemester 2025/26 veröffentlichte, war eine Zahl besonders auffällig: 15.881 Studierende mit ausländischer Staatsangehörigkeit, das entspricht 36 Prozent der gesamten Studierendenschaft und ist der höchste Anteil in der Geschichte der RWTH. Diese Menschen kommen aus 141 Ländern, die größten Gruppen aus China mit 3.532 Studierenden, aus Indien mit 2.526 und aus der Türkei mit 1.910. Insgesamt sind im Wintersemester 2025/26 genau 44.382 Studierende an der RWTH eingeschrieben. 9.420 von ihnen befinden sich im ersten Semester. Und 64 Prozent dieser Erstsemesterstudierenden haben bei der Einschreibung angegeben, im Aachener Stadtgebiet zu wohnen. Was diese Zahlen für die Wohnungssuche in Aachen bedeuten, erklärt sich nicht von selbst. Dieser Artikel tut es.

Was 44.382 Studierende für eine Stadt wie Aachen bedeuten

Aachen hat rund 260.000 Einwohner. 44.382 Studierende allein an der RWTH entsprechen damit fast einem Sechstel der Stadtbevölkerung. Zählt man die Studierenden der FH Aachen hinzu, liegt die Gesamtzahl der Studierenden in Aachen bei rund 60.000. Das ist eine außergewöhnlich hohe Studierendendichte für eine Stadt dieser Größe und hat direkte Konsequenzen für den Wohnungsmarkt.

Der Wohnungsmarkt in Aachen reagiert auf diese Nachfrage wie jeder Markt mit begrenztem Angebot und hoher Nachfrage: mit Knappheit und steigenden Preisen in den begehrtesten Lagen. Campusnahe Wohnlagen, also das Gebiet rund um den Campus West der RWTH, das Pontviertel und die umliegenden Straßen, sind permanent unter Druck. Gute WG-Zimmer in diesen Lagen sind selten, und wer nicht rechtzeitig sucht, findet im Oktober oder April, den beiden Semesterstartmonaten, nur noch das, was andere nicht gewollt haben.

Das ist kein abstraktes Marktproblem, sondern eine gelebte Realität für Tausende Studierende jedes Semester. Wer die Wohnungssuche in Aachen schon einmal in den letzten Wochen vor Semesterbeginn erlebt hat, weiß, wovon die Rede ist.

Der Rekord bei internationalen Studierenden und seine Wohnungsmarkt-Konsequenz

36 Prozent internationale Studierende sind nicht nur eine beeindruckende Zahl für eine Hochschule, die ihren internationalen Ruf weiter ausbaut. Es ist auch eine Zahl, die den Wohnungsmarkt auf eine spezifische Weise belastet, die sich von der Situation inländischer Studierender unterscheidet.

Internationale Studierende stehen vor Hürden, die für jemanden aus Deutschland schlicht nicht existieren. Die fehlende Schufa-Auskunft ist für viele private Vermieter ein K.-o.-Kriterium, unabhängig davon, ob die finanziellen Mittel tatsächlich vorhanden sind. Deutschkenntnisse sind auf dem klassischen Mietmarkt oft Voraussetzung, weil Inserate, Kommunikation und Mietverträge auf Deutsch verfasst sind. Und persönliche Besichtigungen sind für jemanden, der noch in Indien, China oder der Türkei sitzt und in sechs Wochen einziehen will, logistisch schlicht nicht möglich.

Diese strukturellen Hürden bedeuten, dass ein erheblicher Teil der 15.881 internationalen RWTH-Studierenden den freien Mietmarkt gar nicht erst als realistische Option betreten kann, und das in einem Markt, in dem ohnehin zu wenig Angebot vorhanden ist. Was bleibt, sind Studierendenwohnheime mit langen Wartelisten, teure Übergangsunterkünfte oder voll möblierte Apartments, die diese Hürden gezielt umgehen.

Wer sich als internationaler Studierender fragt, welche Wohnoptionen in Aachen wirklich realistisch sind, sollte diesen strukturellen Kontext kennen, bevor er Zeit in Bewerbungen auf dem freien Markt investiert.

Die größte Fakultät und was sie für die Wohnlage bedeutet

Die Zahlen der RWTH geben auch Aufschluss über die Verteilung der Studierenden auf die Fakultäten, was für die Wohnortentscheidung direkt relevant ist. Mit rund 10.771 Studierenden, darunter 2.133 im ersten Semester, ist die Fakultät für Maschinenbau die mit Abstand größte an der RWTH. Auf Platz zwei folgt die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik mit 5.296 Studierenden, auf Platz drei die Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften mit 5.253 Studierenden.

Für das Wintersemester 2025/26 neu dazugekommen ist die eigenständige Fakultät für Informatik, die zum 1. Oktober 2025 gegründet wurde und bereits 4425 Studierende zählt. Diese Zahlen sind nicht nur akademisch interessant. Sie zeigen, dass der Großteil der RWTH-Studierenden ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fächern angehört, deren Institute und Lehrgebäude sich überwiegend am Campus West befinden. Wer in einem dieser Fächer studiert, ist mit einer Wohnadresse in campusnaher Lage strukturell besser aufgestellt als mit einer Adresse am anderen Ende der Stadt.

Mehr zu den besten Wohngegenden für Studierende in Aachen und warum die Lage direkt am Campus West für den Studierendenalltag so entscheidend ist.

Was 64 Prozent Erstsemester in Aachen über den Wohnungsmarkt verraten

Eine Zahl aus der RWTH-Pressemitteilung, die selten kommentiert wird, ist besonders aufschlussreich: 64 Prozent der Erstsemesterstudierenden haben bei der Einschreibung angegeben, im Aachener Stadtgebiet zu wohnen. Das klingt zunächst beruhigend. Es bedeutet aber auch, dass 36 Prozent der knapp 9.420 Erstsemesterstudierenden zur Einschreibung noch keine feste Adresse in Aachen hatten oder sich von außerhalb der Stadt einschreiben.

Diese Menschen sind entweder Pendler, die zunächst aus einer anderen Stadt zur Uni fahren, oder sie haben eine vorübergehende Unterkunft angegeben, oder sie haben schlicht noch keine dauerhafte Lösung gefunden. In einer Stadt mit dem Wohnungsmarktdruck Aachens ist die letzte Variante wahrscheinlicher, als man denkt. Das korrespondiert mit Berichten aus anderen Semesterstartsaisonen, in denen tausende Studierende zu Semesterbeginn noch ohne Zimmer dastanden.

Was diese Zahlen für die Entscheidung zwischen WG und möbliertem Apartment bedeuten

Wer diese Marktlage kennt, sieht die Entscheidung zwischen WG-Zimmer und möbliertem Apartment in einem anderen Licht. Die Frage ist nicht nur, was günstiger ist oder was mehr Komfort bietet. Die Frage ist auch, welche Option unter diesen Marktbedingungen realistisch zugänglich ist.

Ein WG-Zimmer in campusnaher Lage in Aachen setzt voraus: ausreichend Vorlaufzeit für die Suche, Deutschkenntnisse für Kommunikation und Bewerbung, eine Schufa-Auskunft, die Bereitschaft und Möglichkeit zur persönlichen Besichtigung, und eine Portion Glück in einem Markt mit vielen Mitbewerbern pro Angebot. Für internationale Studierende aus China, Indien oder der Türkei, die zu den größten Gruppen an der RWTH gehören, sind mehrere dieser Voraussetzungen schlicht nicht erfüllbar.

Ein voll möbliertes Apartment wie die des Guten Hirten am Campus West setzt eine klare Vorstellung vom gewünschten Zeitraum und eine Internetverbindung für die Anfrage voraus. Keine Schufa, keine Deutschkenntnisse zwingend erforderlich, keine persönliche Besichtigung notwendig. Dass die Anfrage direkt über die Apartment-Seite innerhalb von Sekunden eine Verfügbarkeitsrückmeldung liefert, ist in einem angespannten Markt kein Luxus, sondern ein echter Vorteil.

Wer wissen möchte, ob ein möbliertes Apartment unter dem Strich wirklich teurer ist als ein WG-Zimmer, sollte den ehrlichen Kostenvergleich lesen, bevor er eine Entscheidung trifft.

Was der Rekord bei internationalen Studierenden für Aachen als Stadt bedeutet

Jenseits des Wohnungsmarkts sagt die Zahl von 36 Prozent internationalen Studierenden etwas Grundsätzlicheres über Aachen aus. Die RWTH ist eine Hochschule mit echtem internationalem Profil, und das spiegelt sich im Stadtbild, in der Gastronomie, in den Sprachen auf dem Campus und in der kulturellen Vielfalt des Studierendenlebens wider.

Wer neu in Aachen ankommt, trifft auf eine Stadt, in der es normal ist, dass man auf dem Campus Englisch spricht, dass in der Mensa Konversationen in fünf verschiedenen Sprachen gleichzeitig geführt werden und dass der Nachbar im Wohnheim aus einem anderen Kontinent kommt. Das ist eine Qualität, die man nicht an jedem deutschen Hochschulstandort findet, und eine, die das Studentenleben in Aachen maßgeblich prägt.

Fazit

44.382 Studierende, 36 Prozent mit ausländischer Staatsangehörigkeit, 141 Herkunftsländer: Die aktuellen Einschreibezahlen der RWTH Aachen zeigen eine Universität auf internationalem Spitzenniveau und einen Wohnungsmarkt, der mit dieser Nachfrage strukturell nicht Schritt hält. Für internationale Studierende bedeutet das konkret, dass der freie Mietmarkt mit seinen Schufa- und Sprachhürden für viele keine realistische Option ist und dass voll möblierte Apartments in campusnaher Lage nicht nur bequemer, sondern oft die einzige wirklich zugängliche Lösung sind.

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