Wohnen
February 27, 2026

Beste Wohngegenden für Studierende in Aachen

Wer zum ersten Mal nach Aachen kommt, um zu studieren, steht vor einer Frage, die auf den ersten Blick einfach klingt, es aber nicht ist: Wo soll ich wohnen? Aachen ist keine Großstadt mit klar abgegrenzten Stadtteilen, die jeder kennt. Es ist eine kompakte Universitätsstadt mit mehreren Campusstandorten, verschiedenen Vierteln mit unterschiedlichem Charakter und einem Wohnungsmarkt, der von hoher Nachfrage und begrenztem Angebot geprägt ist. Wer ohne Ortskenntnis entscheidet, landet manchmal in einer Gegend, die auf dem Stadtplan gut aussieht, im Alltag aber mit längeren Wegen, schlechterer Infrastruktur oder höheren Kosten verbunden ist.Dieser Artikel gibt einen ehrlichen Überblick über die wichtigsten Wohngegenden für Studierende in Aachen. Kein pauschales Ranking, sondern eine Bewertung danach, was im Studierendenalltag tatsächlich zählt: Nähe zum eigenen Fachbereich, Alltagsinfrastruktur, Mietpreisniveau und das Gefühl der Gegend. Wer nach dem Lesen dieses Artikels eine Entscheidung trifft, trifft sie auf der Grundlage aller relevanten Faktoren.

Warum die Lage beim Studieren mehr Einfluss hat als viele denken

Es gibt Lebensphasen, in denen die Wohnlage relativ egal ist, weil man ein Auto hat, flexibel arbeitet und selten zu festen Zeiten an einem bestimmten Ort sein muss. Das Studium ist meistens nicht eine dieser Phasen.

Als Studierender hat man Vorlesungen zu festen Zeiten, oft frühmorgens und über den Tag verteilt. Man läuft zu Fuß oder fährt Fahrrad, weil kein Auto vorhanden ist oder weil Parkplätze in campusnaher Lage Mangelware sind. Man benötigt eine Mensa oder erschwingliche Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe, weil das Budget begrenzt ist. Man verbringt viel Zeit in der Bibliothek oder in Lernräumen, die sich meistens auf dem Campus befinden. Und man ist nach einem langen Studientag froh, wenn der Nachhauseweg kurz ist und nicht dreißig Minuten Busfahrt bedeutet.

Diese alltäglichen Faktoren summieren sich über ein Semester zu einem erheblichen Einfluss auf Energie, Stimmung und Studienerfolg. Wer zehn Minuten zu Fuß zur Vorlesung hat, steht anders in den Tag als wer täglich eine halbe Stunde Busfahrt in eine Richtung einkalkulieren muss. Das ist kein abstraktes Argument, sondern gelebte Erfahrung von Studierenden, die beides kennen.

Die Besonderheit des Aachener Campusmodells: Warum man zuerst seinen Fachbereich kennen muss

Bevor man über Wohngegenden spricht, muss man die Struktur der RWTH Aachen verstehen, weil sie die Lageentscheidung direkt beeinflusst. Die RWTH ist keine Universität mit einem zentralen Campus, auf dem alles zusammenliegt. Sie hat mehrere Standorte, die sich über die Stadt verteilen.

Der Campus West ist der größte und bekannteste Standort. Hier befinden sich viele der ingenieurwissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fachbereiche, das Hauptgebäude der RWTH, mehrere Bibliotheken und große Teile der zentralen Verwaltung. Für den Großteil der RWTH-Studierenden ist der Campus West der Ort, an dem sie die meiste Zeit verbringen.

Der Campus Melaten liegt westlich des Campus West und beherbergt neuere Forschungsgebäude und Institute, vorwiegend aus den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Medizintechnik und Biotechnologie. Wer seinen Fachbereich dort hat, sollte die Lage des gewünschten Wohnviertels entsprechend ausrichten.

Der Klinikbereich rund um das Uniklinikum Aachen befindet sich ebenfalls im Westen der Stadt. Medizinstudierende verbringen einen erheblichen Teil ihrer Zeit dort, besonders in den klinischen Semestern.

Hinzu kommt die FH Aachen, die University of Applied Sciences, mit zwei Standorten: einem in der Innenstadt und einem in der Jülicher Straße im Norden der Stadt. Wer an der FH studiert, hat andere optimale Wohnlagen als RWTH-Studierende.

Der erste Schritt bei der Wohnortentscheidung in Aachen sollte also immer sein: Wo befindet sich mein Fachbereich? Wer das weiß, kann von dort aus die Wohngegenden sinnvoll bewerten.

Das Viertel rund um den Campus West: Für RWTH-Studierende die stärkste Lage

Für die große Mehrheit der RWTH-Studierenden ist das Gebiet rund um den Campus West die beste Ausgangslage. Es liegt unmittelbar am größten Standort der RWTH, ist dicht besiedelt mit Studierenden und entsprechender Infrastruktur und bietet die kürzesten Wege für den Studierendenalltag.

Was die Alltagsinfrastruktur betrifft, ist die Gegend gut versorgt. Mehrere Supermärkte sind fußläufig erreichbar, darunter Aldi, Lidl und Netto. Die Mensa Ahornstraße liegt direkt auf dem Campus und ist für Studierende das wichtigste und günstigste Mittagessensangebot in unmittelbarer Nähe. Das Hochschulsportzentrum der RWTH liegt ebenfalls in diesem Bereich und ist zu Fuß in fünf bis fünfzehn Minuten erreichbar, je nach konkreter Wohnadresse. Cafés, Bäckereien und kleinere Restaurants finden sich im Viertel in ausreichender Dichte.

Die Innenstadt von Aachen ist von dieser Gegend aus in etwa zehn Minuten zu Fuß oder in fünf Minuten mit dem Fahrrad erreichbar, was den Campus-West-Bereich zu einer Lage macht, die sowohl für den Studierendenalltag als auch für Freizeit und Erledigungen zuverlässig funktioniert.

Das Wohnprojekt Guter Hirte liegt in genau diesem Bereich, direkt am Campus West. Für Studierende und Berufstätige, die täglich zur RWTH müssen oder die Vorteile dieser Lage nutzen wollen, ist das ein struktureller Vorteil gegenüber weiter entfernten Vierteln. Mehr zur Lage und den konkreten Wegen: https://guterhirte-wohnen.com/lage

Das Mietpreisniveau in diesem Bereich liegt im Aachener Vergleich im mittleren bis oberen Segment. WG-Zimmer in campusnaher Lage kosten in der Regel zwischen 450 und 600 EUR monatlich, was über dem stadtweiten Durchschnitt von rund 402 EUR liegt, aber direkt mit den kurzen Wegen und der dichten Infrastruktur zusammenhängt. Wer diese Lage wählt, zahlt für echten Alltagswert, nicht für Prestige.

Das Pontviertel: studentisches Flair und Innenstadtnähe

Das Pontviertel liegt östlich des Campus West, zwischen dem Hauptgebäude der RWTH und der Aachener Innenstadt. Es ist eines der beliebtesten Wohnviertel für Studierende, weil es eine Mischung aus studentischem Leben, guter Gastronomie und relativer Campusnähe bietet.

Das Viertel hat einen anderen Charakter als die direktere Campusumgebung. Es ist dichter bebaut, lebhafter und hat eine ausgeprägte Kneipen- und Cafékultur. Wer das urbane Studierendenleben schätzt und Wert auf ein aktives soziales Umfeld direkt vor der Haustür legt, findet im Pontviertel eine passende Atmosphäre.

Für Studierende am Campus West ist das Pontviertel gut erreichbar: zu Fuß in etwa zehn bis fünfzehn Minuten, mit dem Fahrrad in fünf Minuten. Das ist vertretbar, aber spürbar weiter als eine Wohnung, die direkt am Campus liegt. Wer täglich früh zur Vorlesung muss und dabei Wert auf kurze Wege legt, sollte das einkalkulieren.

Das Mietpreisniveau im Pontviertel ist dem der Campusumgebung ähnlich, in einigen Straßen leicht günstiger. Die Auswahl an WG-Zimmern ist im Pontviertel gut, was die Suche etwas einfacher macht als in den begehrtesten Campuslagen direkt am RWTH-Hauptgebäude.

Die Innenstadt: Zentral, aber mit Einschränkungen

Die Aachener Innenstadt ist für viele auf den ersten Blick attraktiv: alles in Laufweite, Einkaufsmöglichkeiten direkt um die Ecke, lebhaftes städtisches Leben. Für Studierende hat sie aber auch einige Einschränkungen, die man vorab kennen sollte.

Wohnfläche in der Innenstadt ist knapp und tendenziell teurer als in campusnahen Vierteln, ohne dass die Lage für Studierende, die hauptsächlich am Campus West verbringen, einen echten Alltagsvorteil bietet. Wer in der Innenstadt wohnt und täglich zum Campus West muss, hat einen Fußweg von etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten oder fährt Bus.

Für FH-Studierende mit Studienort Innenstadt ist die Innenstadtlage hingegen sehr sinnvoll, weil die FH am Standort Innenstadt direkt in der Nähe liegt. Für RWTH-Studierende am Campus West ist sie eine Frage der persönlichen Prioritäten: Wer die Innenstadt als Lebensmittelpunkt schätzt und den etwas längeren Campusweg in Kauf nimmt, kann dort gut wohnen. Wer primär kurze Wege zur RWTH möchte, findet weiter westlich bessere Optionen.

Laurensberg und Richterich: Ruhiger, günstiger, aber weiter draußen

Laurensberg und Richterich sind westliche Stadtteile Aachens, die ruhiger und etwas günstiger sind als die campusnahen Viertel. Sie werden gelegentlich als Wohnalternative genannt, weil das Mietpreisniveau dort niedriger ist und die Wohnungen oft größer sind.

Für Studierende ohne Auto sind diese Stadtteile in der Praxis nur eingeschränkt geeignet. Die Verbindung zum Campus West ist mit dem Bus möglich, aber die Fahrzeit beträgt je nach Linie und Tageszeit zwischen zwanzig und dreißig Minuten. Wer täglich zwei Mal diese Strecke zurücklegt, investiert täglich eine Stunde Pendelzeit, die in einem Studierendenalltag mit frühen Vorlesungen, Prüfungsphasen und Projektarbeit fehlt.

Wer ein Auto hat oder sehr günstig wohnen möchte und dafür den längeren Weg akzeptiert, kann in Laurensberg oder Richterich ein gutes Verhältnis von Preis und Wohnqualität finden. Für die Mehrheit der Studierenden, die ohne Auto durch Aachen kommen wollen, sind diese Stadtteile aber keine optimale Wahl.

Burtscheid: Ruhig, gut angebunden, unterschätzt

Burtscheid ist ein südlicher Stadtteil Aachens, der bei Studierenden seltener auf dem Radar ist, aber eine interessante Option darstellt. Der Stadtteil hat eine gute Busanbindung zur Innenstadt und ist von dort aus auch zum Campus West gut erreichbar. Das Mietpreisniveau ist etwas günstiger als in den campusnahen Vierteln, die Wohnatmosphäre ist ruhiger und weniger dicht besiedelt als im Pontviertel oder direkt am Campus.

Für Studierende, die Ruhe und eine etwas ruhigere Wohnatmosphäre bevorzugen und dafür einen etwas längeren Weg zum Campus in Kauf nehmen, ist Burtscheid eine Option, die einen zweiten Blick lohnt. Mit dem Fahrrad ist der Campus West von Burtscheid aus in etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten erreichbar.

Was die Entscheidung letztlich ausmacht: Drei Fragen, die man sich stellen sollte

Nachdem alle Viertel beschrieben sind, hilft es, die Entscheidung auf drei konkrete Fragen herunterzubrechen.

Die erste Frage lautet: Wo ist mein Fachbereich oder mein Arbeitgeber in Aachen? Die Antwort auf diese Frage bestimmt, welche Wohngegend in der Praxis die kürzesten Wege bietet. Wer täglich zum Campus West muss, sollte campusnah wohnen. Wer hauptsächlich an der FH Innenstadt ist, hat andere Prioritäten.

Die zweite Frage lautet: Wie wichtig ist mir die unmittelbare Alltagsinfrastruktur? Wer Wert darauf legt, Supermarkt, Mensa und Sport zu Fuß erreichbar zu haben, ist im Bereich Campus West am besten aufgehoben. Wer das Großstadtleben und eine dichte Gastronomie bevorzugt, ist im Pontviertel wohler.

Die dritte Frage lautet: Was ist mein realistisches Budget? Wer bereit ist, für eine campusnahe Lage zwischen 450 und 600 Euro monatlich zu zahlen, hat die beste Auswahl in den gefragtesten Gegenden. Wer ein straffes Budget hat, findet in Burtscheid oder in den westlichen Stadtteilen günstigere Optionen, muss aber Pendelzeit einkalkulieren.

Fazit

Für RWTH-Studierende ist das Gebiet rund um den Campus West die beste Wohnlage in Aachen, wenn man Alltagstauglichkeit, Infrastruktur und Campusnähe als Maßstab nimmt. Das Pontviertel ist eine sehr gute Alternative mit lebhafterer Atmosphäre und leicht längerem Campusweg. Die Innenstadt funktioniert gut für FH-Studierende oder für jene, die das urbane Leben über kurze Campuswege stellen. Ruhigere und günstigere Stadtteile wie Burtscheid oder Laurensberg sind für Studierende mit Auto oder hohem Ruhebedürfnis interessant, erfordern aber einen bewussten Umgang mit der Pendelzeit.

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